Die Stute - Eine treue Zicke


Oft sind Stuten misstrauisch und eigensinnig dem Menschen gegenüber und brauchen meisst längere Zeit, bis sie
ihrem Zweibeiner ihr Vertrauen schenken. Auch sind sie, wärend sie rossig sind, häufig zickig und aufdringlich.
Doch gibt es auch die andere Seite, dass Stuten sehr ruhig und einfühlsam sind und auch die Gefühlsregungen des
Menschen sehr gut einschätzen können. Wenn eine Stute ihnen ihr Vertrauen und ihre Zuneigung schenkt, ist dies
meisst von ihnen hart erarbeitet und von der Eselin für die Ewigkeit gedacht.

Wenn Sie eine Stute besitzen, haben Sie sicher schon einmal den Wunsch gehabt, von diesem Tier ein Fohlen
aufziehen zu können. Als verantwortungsbewusster Eselhalter sollten Sie sich dies doch reiflich überlegen.
Gerade bei kleinen Eseln herrscht oft die Meinung vor, dass gute Anlagen für eine Zuchtstute nicht so wichtig
seien, da das Fohlen ja sowieso "nur" für die Kinder sei. Die natürliche Lebenserwartung für Esel liegt bei
ca. 35-40 Jahren. Die Zeitspanne, in der Kinder für Tiere sorgen, ist im Idealfall zehn Jahre. Meistens verlieren
aber Jugendliche schon viel früher das Interesse, wollen Pferde reiten oder haben keine Zeit mehr, wenn sie eine
Ausbildung machen.
Wenn Sie das Tier nicht behalten wollen, können Sie einen schönen, gesunden Esel jederzeit verkaufen. Ein
fehlerhaftes Tier kauft kaum jemand und so bleibt oft nur der Metzger. Es macht wohl wenig Freude, fürs Schlach-
thaus zu Züchten. Überlegen Sie sich auch, ob sie genügend Platz und auch Zeit haben für die Aufzucht eines
Fohlens. Das Kleine muss erzogen werden und sollte mindestens 10 Monate, besser länger, bei seiner Mutter
bleiben können. Es ist für die Zukunft eines Esels sehr wichtig, dass das Tier eine seriöse Erziehung bekommt.
Eselfohlen sind, auch wenn sie noch so niedlich aussehen, keine lebenden Plüschtiere oder Kinderspielzeug.

Um eine gesunde, kräftige Nachkommenschaft zu erzielen, müssen die Elterntiere aus einer gesunden, kräftigen
Linie stammen und sich in einem vollkommenen Gesundheitszustand befinden. Sie müssen frei sein von Erbkrank-
heiten, die sich sowohl vom Vater, wie auch von der Mutter auf das Fohlen übertragen können. Ebenso müssen
die Tiere einen wohlgeformten, den Anforderung der Rasse und des Geschlechts entsprechenden Körperbau be-
sitzen. Wird auf diese Eigenschaften Wert gelegt, so wird die Nachzucht bei entsprechender artgerechter Aufzucht
brauchbar und leistungsfähig werden.

Um dieses Ziel zu erreichen merken wir uns folgendes:

Wenn Sie sich entschlossen haben, Ihre Stute decken zu lassen, nehmen Sie mit dem Halter des ausgewählten
Hengstes Kontakt auf. Während etwa in der Ponyzucht nur geprüfte Hengste zur Zucht zugelassen werden, ist dies
bei den Eseln (noch) nicht der Fall. So liegt die Verantwortung für die Wahl eines Vatertieres ganz in Ihren Händen.
Schauen Sie sich die Hengste daher gut an. Fehlerhafte, kranke und schlecht gehaltene Tiere können keine guten
Fohlen zeugen.

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